banner

Barmherzige Brüder St. Veit/Glan: Lebensqualität bis zuletzt

„Geht nicht, gibt’s nicht!“ ist eine der wichtigsten Regeln des mobilen Palliativteams. Auch die Antwort „Dafür sind wir nicht zuständig“ kommt nicht vor. Vielmehr stehen unkonventionelle Lösungen zum Wohl der PatientInnen auf der Tagesordnung. Dem Team ist es ein großes Anliegen bei der Realisierung von Herzenswünschen zu helfen: So wurde beispielsweise einer Patientin die Rückkehr zu ihrer Mutter im Kosovo ermöglicht, für eine andere wurden Finanzierungsmöglichkeiten für eine 24-Stunden-Betreuung gesucht, sodass sie ihre letzten Tage im Kreis ihrer Familie verbringen konnte.

Linderung der Symptome

Primäres Ziel der palliativen Betreuung ist es, die Symptome unheilbarer Krankheiten zu lindern. Das geschieht auf der Palliativstation der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan und es ist durch das mobile Palliativteam in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt auch im Zuhause der PatientInnen möglich. „Die Schwerpunkte unserer Therapie liegen in der Symptomkontrolle. Dazu zählen die medizinische und pflegerische Grundversorgung mit Schmerztherapie, Therapie der Übelkeit, Versorgung chronischer Wunden, Behandlung der Atemnot und ähnliches“, erklärt Primarius Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, zu der die Palliativstation und das Mobile Team gehören.

2016 06 16 st veit 01 450

Sozialarbeiterin Mag. (FH) Anneliese Resch, DGKS Gerti Hrebejk und Erste Oberärztin Dr. Isolde Pessentheiner (v.l.n.r.) vom mobilen Palliativteam mit dem zuständigen Primarius Priv.-Doz. Dr. Michael Zink. (c) Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit

Fünf ÄrztInnen, zwei diplomierte Pflegekräfte und eine Sozialarbeiterin zählen zum mobilen Palliativteam. Sie schulen und unterstützen jene, die die Kranken zu Hause betreuen, und erledigen Tätigkeiten, die sie nicht selbst durchführen können, wie beispielsweise die Verabreichung künstlicher Ernährung oder das Befüllen einer Schmerzpumpe. Auch Bewilligungen für spezielle Medikamente werden eingeholt. Die Sozialarbeit hilft bei der Organisation von Unterstützungen wie Hauskrankenpflege, 24-Stunden-Betreuung, finanziellen Hilfen und Heilbehelfen. Besonders wichtig ist die psychosoziale Unterstützung der PatientInnen und Angehörigen. Die Mitglieder des mobilen Teams führen informative aber auch entlastende Gespräche, die zur Verarbeitung der Krankheit und der Erarbeitung von Strategien zur Alltagsbewältigung beitragen sowie die Pflegenden stärken.

2016 06 16 st veit 02 450

Bewusst unterscheidet sich die Palliativstation von den anderen Räumlichkeiten des Krankenhauses. (c) Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit

Unterstützung von Heim-MitarbeiterInnen

In den Alten- und Pflegeheimen unterstützt das mobile Palliativteam die MitarbeiterInnen. Dazu gehören die Beratung und Schulung in speziellen pflegerischen Belangen wie der Verbesserung der oralen Ernährung, der Handhabung der Schmerzpumpe, Wundbehandlungen sowie die Verbesserung des allgemeinen Befindens durch Lagerung oder Aromapflege. Ärztlicherseits geht es in Absprache mit dem Hausarzt auch hier um die Linderung von Symptomen wie Schmerz, Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot durch medikamentöse Betreuung sowie das Adaptieren der laufenden Medikation. Dadurch können die PatientInnen vor Ort, in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, belastende Transporte ins Krankenhaus werden ihnen erspart.

 

In guten Händen. Im Ordensspital.