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Startschuss für die „Tagesklinik Sankt Elisabeth“

Morgens operiert, abends zuhause

Viele Patienten wünschen sich nach einer operativen Behandlung möglichst rasch wieder im täglichen Leben zu stehen. Diesen Wunsch erfüllt die neu eröffnete „Tagesklinik Sankt Elisabeth“ im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. Heute Vormittag wurde die Tagesklinik im Ordensspital offiziell eröffnet. Patienten schätzen die Vorzüge einer ambulanten Operation: Der Patient kommt in der Früh - etwa mit einem Karpaltunnelsyndrom oder einem schmerzenden Hammerzeh – wird operiert und kann am Abend bereits nach Hause gehen. Schonende und schmerzvermeidende OP-Techniken sowie modernste Narkoseformen machen dies möglich.

Zukunftsweisender Meilenstein

Die Patientenversorgung habe sich in den vergangenen Jahrzehnten extrem gewandelt, erklärte der Geschäftsführer des Elisabethinen-Krankenhauses, Mag. Michael Steiner, MAS im Rahmen der feierlichen Eröffnung. Die Schaffung der „Tagesklinik Sankt Elisabeth“ sei eine logistische Herausforderung. „Das entspricht nicht nur den Vorgaben des regionalen Strukturplans (RSG 2020), stationäre Leistungen in tagesklinische Bereiche zu verlagern, sondern generell den Ansprüchen einer modernen Patientenversorgung."

Sehr erfreut über diese Entwicklung ist auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner: „Das Elisabethinen Krankenhaus setzt den Regionalen Strukturplan Gesundheit vorbildlich um. Im Gesundheitsplan sind vier tagesklinische und sechs wochenklinische Betten vorgesehen.“

Für den medizinischen Direktor und Vorstand der Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Prim. Dr. Manfred Kuschnig, ist die neue Tagesklinik ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Kärntens Gesundheitsreferentin Dr.in Beate Prettner bekräftigt: „Die Tagesklinik Sankt Elisabeth entspricht modernen Trends und ist ein wichtiger Baustein der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Kärnten.“

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Freuen sich über den offiziellen Start der "Tagesklinik Sankt Elisabeth" (v.l.n.r.): Dir. Michael Steiner, Prim. Michael Zink, Pflegedirektorin Christine Schaller-Maitz, Landeshauptmann-Stellvertreterin Beate Prettner, Prim. Wolfgang Smetanig, Dir. Elke Haber, Generaloberin Sr. Consolata Hassler und Prim. Manfred Kuschnig.(c) EKH/Studio Horst

Strukturierte Abläufe – keine Wartezeiten

Die Vorteile der tageschirurgischen Behandlung liegen für alle Beteiligten auf der Hand. Aus diesem Grund wird das neue Angebot von der Bevölkerung bereits sehr gut angenommen, erklärt Prim. Dr. Manfred Kuschnig. Seit Start der modernen Tagesklinik wurden bereits über 300 Patienten operiert. Der größte Vorteil: Patienten ersparen sich die Risiken einer Vollnarkose und einen Spitalsaufenthalt von zwei bis drei Tagen. Ein weiterer Vorteil: Die Wartezeit für einen OP-Termin verkürzt sich deutlich. Das liegt an der optimalen Planbarkeit der Eingriffe. „Uns war es sehr wichtig, dass der Patient nur zweimal zu uns kommen muss und somit wenig Aufwand hat. An einem Tag erfolgt die Diagnosestellung und die Anästhesieabklärung und das nächste Mal wird bereits operiert“, so Kuschnig.

Schwerpunkt Chirurgie und Orthopädie

Generell werden nur solche Operationen tagesklinisch vorgenommen, die ein minimales Risiko mit sich bringen und wenn die Art der Erkrankung, der Allgemeinzustand und das Alter des Patienten es zulassen. „Dazu zählen chirurgische Eingriffe wie Hernien (Bruchoperationen), Enddarmchirurgie (Hämorrhoiden und Fissuren), Varizen (Krampfadern), Verweilkatheter-Implantationen und auf Wunsch des Patienten auch Gallenblasenentfernungen“, zählt Prim. Dr. Wolfgang Smetanig, Leiter der Abteilung für Chirurgie auf. Zudem werden Arthroskopien an den Gelenken, operative Eingriffe an den Füßen (Hammerzehe, Hallux valgus, Spreizfuß) und an den Händen (Karpaltunnelsyndrom, Ganglion etc.) sowie einfache Metallentfernungen vorgenommen.

Gut vorbereitet ins Elisabethinen-Krankenhaus

Ob eine Operation ohne stationären Aufenthalt möglich ist, entscheidet sich vorab im Rahmen der Voruntersuchung im Elisabethinen-Krankenhaus. Voraussetzung für einen Eingriff in der „Tagesklinik Sankt Elisabeth“ sind eine Überweisung und der gute Gesundheitszustand des Patienten. Zudem ist zuhause eine Betreuung durch Angehörige erforderlich, sodass bei Auftreten unerwarteter Beschwerden rasch ärztliche Hilfe erreicht werden kann. „Im Vorfeld werden die Patienten sorgfältig für tagesklinische Operationen ausgewählt, über den bevorstehenden Eingriff aufgeklärt und eventuell notwendige Voruntersuchungen veranlasst“, erklärt Prim. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, D.E.A.A., Leiter der Abteilung für Anästhesiologie & Intensivmedizin.

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Das Wohlfühlen, die Vermittlung von Sicherheit und kompetenter Betreuung wird in der Tagesklinik Sankt Elisabeth als besonders wesentlich erachtet.(c) EKH/Studio Horst

Tagesklinik mit Wohlfühlatmosphäre

„Durch die optimale und individuelle patientenorientierte Betreuung wird ein Eingriff ohne Krankenhausatmosphäre, aber mit den Annehmlichkeiten eines stationären Aufenthalts gewährleistet“, beschreibt Pflegedirektorin Christine Schaller-Maitz, MSc, die Wohlfühlatmosphäre der „Tagesklinik Sankt Elisabeth“. Die Versorgung der Patienten erfolgt durch fachkompetentes und erfahrenes Personal. Das Pflegepersonal begleitet die Patientinnen und Patienten von der Aufnahme bis in den Operationsbereich unter Berücksichtigung der patientenrelevanten Sicherheitsmaßnahmen und der individuellen Vorbereitung zur Operation. „Nach der Operation werden die Patientinnen und Patienten vom Überwachungsbereich wieder in den Bereich der Tagesklinik zurückbegleitet und dort in einer sehr angenehmen und ruhigen Atmosphäre überwacht und auf den nach Hause Weg vorbereitet. „Das Wohlfühlen, die Vermittlung von Sicherheit und kompetenter Betreuung ganz nach den Werten unseres Ordens liegen uns besonders am Herzen“, beschreibt Pflegedirektorin Christine Schaller-Maitz, MSc.

Chirurgie – minimaler Eingriff

Derzeit werden im Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt jährlich knapp 3.000 Operationen durchgeführt. Die chirurgische und orthopädische Abteilung sind dabei auf minimal invasive Eingriffe spezialisiert.

Gesundheit aus guten Händen

Das A. ö. Krankenhaus der Elisabethinen ist ein christlich geführtes Spital mit einer über 300- jährigen Tradition. Die wichtigste Aufgabe des Hauses liegt darin, Top-Medizin und christliche Nähe harmonisch in Einklang zu bringen.

Vor 800 Jahren erblickte die hl. Elisabeth von Thüringen, die geistige Mutter der Elisabethinen, das Licht der Welt. Zu ihren Lebzeiten ist sie den Hilfsbedürftigen ohne Unterschied zur Seite gestanden. Ihre Überzeugung, dass Menschen nur durch die Verbindung von Körper, Geist und Seele „froh“ werden können, wird im Elisabethinen- Krankenhaus täglich gelebt. Diese christlichen Wurzeln sind gemeinsam mit den sich ergänzenden Leistungsschwerpunkten und dem fachlichen Erfahrungsaustausch die Basis der seit April 2006 bestehenden Kooperation mit dem Orden der Barmherzigen Brüder Österreich und deren Krankenhaus in St. Veit an der Glan.

Heute arbeiten am Elisabethinen-Krankenhaus rund 300 MitarbeiterInnen, die jährlich rund 7.900 PatientInnen stationär und 17.600 PatientInnen ambulant betreuen. Das Spital verfügt über die Abteilungen Allgemeinchirurgie, Orthopädie & orthopädische Chirurgie, Innere Medizin, Radiologie, Anästhesie & Intensivmedizin sowie das Department für Akutgeriatrie/Remobilisation.

Ein besonderer Schwerpunkt ist vor allem das Zentrum für den Bewegungsapparat. Dieses interdisziplinäre Kompetenzzentrum bietet eine hervorragende Rundumbetreuung von Diagnostik und Therapie bei Erkrankung des Bewegungsapparates bis hin zur Prävention von rheumatischen Erkrankungen.

Rückfragehinweis:
Dir. Mag. Michael Steiner, MAS
A.ö. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt GmbH
Völkermarkter Straße 15-19
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel: +0043/463/5830-300
Fax: +0043/463/5830-2012
www.ekh.at