Vinzenzgruppe schlägt Anreizpool für Innovation vor

Geschäftsführer Michael Heinisch von der Vinzenzgruppe schlägt im "Kurier" Zweckwidmung von einem Prozent der jährlich 27 Milliarden Euro an Gesundheitsausgaben für innovative Projekte vor. Damit entsteht ein Anreizpool für Innovation von 270 Mill EUR.

 

Für Anreize zu mehr Innovation im österreichischen Gesundheitssystem hat sich der Geschäftsführer der "Vinzenz Gruppe", Michael Heinisch, ausgesprochen. Konkret schlug er in der Dienstag-Ausgabe des "Kurier" vor, ein Prozent der staatlichen Gesundheitsausgaben von jährlich mehr als 27 Milliarden Euro in einen "Innovationspool" nach deutschem Vorbild fließen zu lassen. Diese 270 Millionen sollten für innovative Projekte zweckgewidmet werden - wie etwa für den Linzer "Gesundheitspark" der "Vinzenz Gruppe", wo Kompetenz im medizinisch-therapeutischen, aber auch präventiven Bereich geografisch gebündelt und Patienten bzw. Kunden eine attraktivere Alternative zur klassischen Spitalsambulanz geboten wird. In Deutschland macht man laut Heinisch seit Jahren gute Erfahrungen mit dem "Innovationspool": Niedergelassene Ärzte und Spitäler würden sich neue, fächerübergreifende Wege z.B. bei der Behandlung komplexer chronischer Erkrankungen wie Diabetes überlegen - wofür sie dann Geld aus dem Pool bekommen.

Kostengünstiger und besser

Diese Anschubfinanzierung habe zur Umsetzung von Projekten geführt, die mittelfristig kostengünstiger und auch qualitativ besser sind. "Da müssen wir auch hin", betonte Heinisch. Derzeit gebe es in Österreich "leider gar keine" Anreize, im Gesundheitssektor kluge Innovationen zu setzen, bedauerte der Geschäftsführer der kirchlich getragenen "Vinzenz Gruppe". Mit rund 6.000 Mitarbeitern, sieben Krankenhäusern, zwei Pflegehäusern, der "HerzReha" Bad Ischl und weiteren Gesundheitsunternehmen ist die "Vinzenz Gruppe" einer der größten privaten Träger von gemeinnützigen Gesundheitseinrichtungen in Österreich. Mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro leistet sie einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Gesundheitsversorgung. Die Einrichtungen stehen allen Menschen offen - unabhängig von Konfession und sozialer Stellung. "Wir verbinden christliche Werte mit hoher medizinischer und pflegerischer Kompetenz sowie modernem, effizientem Management", heißt es auf der Website der "Vinzenz Gruppe". 

Modell-"Gesundheitspark" Linz

Mit dem "Gesundheitspark" in Linz mache die "Vinzenz Gruppe" im Kleinen, "was das Gesundheitssystem insgesamt braucht", erklärte Heinisch. Gegenüber von einem der zur Gruppe gehörenden Ordensspitäler wurde ein Haus mit verschiedenen spezifischen Angeboten eingerichtet: Im Erdgeschoß befindet sich ein Café, in dem Diätologen über gesunde Ernährung informieren, in den Stockwerken darüber Gruppenpraxen, wo Allgemeinmediziner und Fachärzte bis spät in den Abend ordinieren. Diese Gestaltung bringe allen Beteiligten Vorteile, wies Heinisch hin: "Die Patienten haben viele Ärzte an einem Platz und sparen sich weite Wege. Die Ärzte bekommen von uns Teile der Infrastruktur, wie einen Empfang, zur Verfügung gestellt. Und wir können uns als Spitalsbetreiber um jene Fälle kümmern, die wirklich ins Spital gehören."

Vinzenzgruppe

[fk]

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